Wissenschaftliches Hauptprogramm

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Freitag, 25. September 2026

Freitag 25. September
09:30–10:30

SESSION 1 PAR-Richtlinie

Programminhalt
5 Jahre PAR-Richtlinie. Eine Bestandsaufnahme

Die 2021 in die Versorgung gebrachte präventionsorientierten Parodontitisbehandlungsstrecke ist essenziell für die rund 14 Millionen Menschen, die aktuell an einer schweren Parodontitis leiden. Dieser wichtige Therapieansatz wurde aber durch politische Entscheidungen in Form des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes mit seiner strikten Budgetierung schwer beschädigt.

Martin Hendges (Berlin/Köln)
Die PAR-Richtlinie in der Praxis
Freitag 25. September
10:30–11:15
Kaffeepause, Dentalausstellung, Posterausstellung
Freitag 25. September
11:15–12:45

SESSION 2 Diagnostik: gestern, heute, morgen

Programminhalt
Mikrobiologie: von den Markerkeimen zum Next-Generation-Sequencing

Die mikrobielle Diagnostik in der Parodontologie hat sich von der gezielten Erfassung einzelner Markerkeime hin zu umfassenden Sequenzierungsverfahren entwickelt. Der Vortrag beleuchtet diesen Wandel und zeigt, welche Chancen Next-Generation-Sequencing für ein vertieftes Verständnis parodontaler Dysbiose und künftiger Diagnostik eröffnet.

Moderne bildgebende Verfahren in der Parodontologie
Parodontale Diagnostik und KI
(Vortrag via Live-Stream)

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die Zahnmedizin und verspricht weitreichende Verbesserungen von genauerer Diagnostik bis hin zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten. Doch wie belastbar sind diese Erwartungen? Welche Entwicklungen sind realistisch, und wohin führt die aktuelle Dynamik? Ist es denkbar, den Schritt von reiner Diagnose hin zu individueller Vorhersage von Krankheitsverläufen zu schaffen? Vielleicht sogar so weit, Behandlungsergebnisse für einzelne Patient:innen abzuschätzen?

Freitag 25. September
12:45–14:15
Mittagspause, Dentalausstellung
Freitag 25. September
14:15–15:15

SESSION 3 Wie weit geht nichtchirurgische Therapie?

Programminhalt
Non-surgical treatment. What is the limit and how long do we have to wait for healing?
Prof. Dr. Dagmar Slot (Amsterdam, Niederlande)
Was nutzen Probiotika?

Prä-, Pro- und Postbiotika zwischen Hype und Evidenz: Was ist biologisch plausibel, was klinisch belegt? Ein kritischer Blick auf Chancen, Grenzen und offene Fragen für Prävention und Therapie in der Parodontologie.

Freitag 25. September
15:15–16:00
Kaffeepause, Dentalausstellung, Posterausstellung
Freitag 25. September
16:00–17:30

SESSION 4 Antibiotika in der Parodontitistherapie

Programminhalt
Wann Systemische Antibiotika?

Welche Faktoren beeinflussen die Optimierung der Antibiotikaverordnung? Welche Bedeutung haben Zeitpunkt, Dauer, Dosis und die spezifische Diagnose des Patienten?

What in heaven are local antibiotics good for?

Traditional mechanical periodontal therapies have many shortcomings and limitations that could be handled through new approaches in the way the treatment is performed, new technologies, and thanks to the use of local and systemic adjuvants. Do you know how to use them?

Dr. Paula Matesanz (Madrid, Spanien)
Verordnungspraxis in Zahnarztpraxen

Samstag, 26. September 2026

Samstag 26. September
09:30–11:00

SESSION 5 Was tun bei Periimplantitis?

Programminhalt
Was tut man in Frankfurt?
Prof. Dr. Frank Schwarz (Frankfurt am Main)
Was tut man in Göteborg?

Im Vortrag werden die Behandlungsprinzipien der Klinik in Göteborg präsentiert. Wir diskutieren einleitende, nicht-chirurgische Therapie sowie Aspekte zur Chirurgie. Strategien zur Antibiose, Oberflächenreinigung und zur Anwendung von Knochenersatzmaterialen werden abgehandelt.

Prof. Dr. Jan Derks (Göteborg, Schweden)
Wie erklären sich die Unterschiede?
Prof. Dr. Frank Schwarz (Frankfurt am Main)
Prof. Dr. Jan Derks (Göteborg, Schweden)
Samstag 26. September
11:00–11:45
Kaffeepause, Dentalausstellung, Posterausstellung
Samstag 26. September
11:45–12:45

SESSION 6 Selten aber folgenreich

Programminhalt
Seltene Erkrankungen und Parodontitis: Zahnverlust garantiert?

Parodontitis als Manifestation seltener Systemerkrankungen tritt bei den meisten Betroffenen unabhängig von anderen Risikofaktoren bereits in jungen Jahren auf, was die enge intrinsische Verbindung zwischen diesen systemischen Erkrankungen und parodontalem Gewebeabbau unterstreicht. Die Ergebnisse unseres systematischen Reviews zeigen jedoch, dass auch in diesen Fällen eine Langzeitstabilität möglich ist, wobei die Behandlungsergebnisse primär von der Adhärenz der Patientinnen und Patienten abhängen und weniger vom angewendeten Behandlungsprotokoll.

Prof. Dr. Ines Kapferer-Seebacher (Innsbruck, Österreich)
PAR-Therapie bei hämorrhagischen Diathesen?
PD Dr. Katrin Nickles (Mannheim/Frankfurt am Main)
Samstag 26. September
12:45–13:15

DG PARO-Preisverleihung

Samstag 26. September
13:15–14:45
Mittagspause, Dentalausstellung
Samstag 26. September
14:45–15:45

SESSION 7 Zähne oder Implantate?

Programminhalt
Was ist ein hoffnungsloser Zahn?
Prof. Dr. Bernadette Pretzl (Karlsruhe/Frankfurt am Main)
Entscheidungsfindung im Spannungsfeld von Parodontologie und Implantattherapie

Auf Grundlage aktueller Forschungsdaten ist es heute nicht mehr gerechtfertigt, grundsätzlich für den Erhalt stark geschädigter Zähne oder pauschal für Implantate zu plädieren. Stattdessen sollten Zahnerhaltung und Implantattherapie im Sinne einer patientenorientierten Behandlung sinnvoll miteinander kombiniert werden. Aktuelle Studien und systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass Implantate nicht zwangsläufig langfristig komplikationsfrei bleiben. So liegt die Prävalenz von Periimplantitis etwa zehn Jahre nach Implantation bei rund 20 % der Patienten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung erscheint es daher nicht gerechtfertigt, vorgeschädigte Zähne vorschnell zu entfernen, ohne alle verfügbaren Therapieoptionen sorgfältig abzuwägen. Ziel sollte es sein, Zähne möglichst lange zu erhalten und Implantate – falls erforderlich – erst zu einem möglichst späten Zeitpunkt im Lebensverlauf einzusetzen, um das Risiko langfristiger Komplikationen zu reduzieren. Wird dennoch eine Implantatversorgung gewählt, müssen alle verfügbaren präventiven Maßnahmen genutzt werden, um periimplantären Erkrankungen und möglichen Implantatverlusten bestmöglich vorzubeugen.

Dr. Otto Zuhr (München)
Samstag 26. September
15:45–16:00

Verabschiedung, Tagungsende